Schweinegrippe A/H1N1: Aktuelles zu Verbreitung, Schutz, Vorsorge der Schweinegrippe

Schweinegrippe News: Informationen rund um die amerikanische Grippe

  •  

    Februar 2012
    M D M D F S S
    « Jan    
     12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    272829  
  • Kategorien

  • « | Home | »

    Schweinegrippe – Influenza A/ H1N1 News 29. Juni 2009

    Von Redaktion | 29.Juni 2009

    1. Schweinegrippe breitet sich rasant aus

    2. Influenza-Pandemie betrifft Deutschland kaum

    3. Marburger Virologen wollen Impfstoff gegen Schweinegrippe entwickeln

    4. Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich ein Bild der Lage

    5. IfSG – Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen

    6. Schweinegrippe erstmalig resistent gegen das Grippemittel Tamiflu

    Das Blog a-h1n1-schweinegrippe.de soll Ihnen einen Überblick in der Presse über die aktuelle Situation der Schweinegrippe Influenza A/ H1N1 (auch Amerikanische Grippe/ Neue Grippe genannt) geben.

    Hinweis: Unsere Redaktion kommentiert, wenn es erforderlich ist. Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir nicht mit allen Aussagen der aufgenommenen Beiträge zur Schweinegrippe einverstanden sind. Empfehlen Sie diesese Seite Ihren Freunden weiter, wenn Sie ihnen hilft.

    Rasante Ausbreitung der Schweinegrippe in der EU
    Die Influenza A/H1N1 breitet sich in der EU immer rascher aus. In Großbritannien gab es nach jüngsten Angaben 4323 bestätigte Fälle. In Schottland starb am Wochenende ein zweiter Mensch an dem Virus. Unterdessen sind auch in Spanien erstmals zwei schwere Fälle von Schweinegrippe aufgetreten, bei denen die Betroffenen in Lebensgefahr schweben.
    Quelle: dpa/ Apotheke Adhoc

    Kommentar: In immer mehr Ländern breitet sich das Virus aus. Es ist zu erwarten, dass der Anstieg exponentiell verläuft – dafür sprechen die steigenden Zahlen. Jetzt hat es auch schon klassiche Urlaubsländer wie Spanien und Frankreich erreicht. Berücksichtigen Sie dies bei der Reiseplanung und sorgen Sie mit Desinfektionsmitteln und -tüchern vor wie z. B. Sagrotan. Vermeiden Sie es zudem, aus anderen Gläsern zu trinken.

    Influenza-Pandemie betrifft Deutschland kaum
    Deutschland ist bisher von der Influenza-Pandemie nur in geringem Maß betroffen. Auch wenn die Krankheitszahlen stiegen, bestehe derzeit keine allgemeine Infektionsgefahr, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am Donnerstag in Erfurt. Die Krankheitsverläufe seien in aller Regel milde.
    Quelle: Focus online

    Kommentar: Auf der einen Seite werden immer größere Vorsichtsmaßnahmen gestartet, auf der anderen Seite wird jetzt – bei rasant steigenden Fallzahlen – beschwichtigt. Sicher liegt die Wahrheit in der Mitte. Zwar sind die Krankheitsverläufe eher harmlos, jedoch sind Mutationen nicht auszuschließen. Man sollte die Schweinegrippe als Gefahr Ernst nehmen – immerhin gibt es schon Todesfälle und eine Impfung ist noch nicht in Sicht.

    Marburger Virologen wollen Impfstoff gegen Schweinegrippe entwickeln
    Ein Kölner Polizist hat sich mit dem Erreger der so genannten Das Institut für Virologie der Universität Marburg will gemeinsam mit dem Impfstoffhersteller Novartis Behring einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe entwickeln. Die Zusammenarbeit sei am Montag bei einem Treffen vereinbart worden, sagte Institutsdirektor Stephan Becker in Marburg auf ddp-Anfrage. Die Wissenschaftler hätten bereits Erfahrungen aus der gemeinsamen Arbeit nach dem Auftreten der Lungenkrankheit SARS.
    Quelle: News Adhoc, dpp

    Kommentar: Die Entwicklung einer Impfung dauert sicher noch mehrere Monate. Mutiert das Virus kaum, ist es sicher gut in den Griff zu bekommen. Schwierig wird es, wenn sich das Virus verändert.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich ein Bild der Lage
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am 23. Juni 2009 das Robert Koch-Institut besucht, die Kanzlerin wurde dabei von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt begleitet. Sie informierten sich über den Ausbau des RKI zu einem Institut für die Gesundheit der Bevölkerung durch das Projekt RKI 2010 und auch ausführlich über die Beiträge des Instituts zur Bekämpfung der neuen Grippe H1N1 und die mögliche Entwicklung der Situation. Die Gäste besuchten auch Laboratorien des Nationalen Referenzzentrums für Influenza und des Zentrums für Biologische Sicherheit.

    Die Krankheitsverläufe der Neuen Influenza in Deutschland waren bislang in der Regel milde, aber bei einer größeren Verbreitung muss auch hierzulande mit schweren Verläufen gerechnet werden. “Im Unterschied zu den gut charakterisierten saisonalen Influenzaviren kennen wir die weitere Entwicklung des neuen Erregers nicht, insbesondere seine Auswirkungen im Herbst und Winter, zur üblichen Grippezeit” unterstrich Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts, bei dem Besuch.

    Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) werden Abstriche von Influenza-Verdachtsfällen untersucht. Für eine umfassende Charakterisierung werden die Viren angezüchtet. Kontinuierliche Informationen über das Erbgut sind für diagnostische Fragestellungen wichtig, und für die Untersuchung von Virulenz, Übertragbarkeit und eine erste Einschätzung zur Wirksamkeit von Medikamenten (Resistenz-Eigenschaften). Das NRZ hat kürzlich auch mehrere Tests entwickelt, um akute und durchgemachte symptomlose Infektionen der neuen Influenza nachzuweisen.

    Mit dem Elektronenmikroskop lassen sich die charakteristischen H1- und N1-Proteine auf der Oberfläche der Influenzaviren sichtbar machen. Das Elektronenmikroskop ist nicht nur Forschungsinstrument zur Untersuchung neuer Viren und ihrer Wechselwirkungen mit der Wirtszelle, sondern hat auch für die Virusschnelldiagnostik eine hohe Bedeutung. Entscheidende Vorteile sind der “offene Blick” – auch Infektionen, an die der Arzt vielleicht gar nicht gedacht hat, werden erkannt – und die Schnelligkeit.

    Die Schnelligkeit steht auch im Fachgebiet “Hochpathogene virale Erreger” im Mittelpunkt. Bei einem Verdacht auf einen bioterroristischen Anschlag ist ein schneller spezifischer Nachweis des Krankheitserregers wichtig, um rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Mit der so genannten Polymerasekettenreaktion (PCR) lassen sich Erreger schnell und – genauso wichtig – spezifisch und zuverlässig nachweisen. Das Zentrum für Biologische Sicherheit, zu dem das Fachgebiet gehört (ebenso wie die Elektronenmikroskopie), hat inzwischen PCR-basierte spezifische Methoden für zirka 70 bekannte Erreger etabliert.

    Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Biomedizin. Kernaufgaben sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten, und die Analyse der Gesundheitssituation in Deutschland. Im Hinblick auf das Erkennen gesundheitlicher Gefährdungen und Risiken nimmt das RKI eine zentrale “Antennenfunktion” im Sinne eines Frühwarnsystems wahr. Grundlage der Arbeit des Instituts ist die Forschung. Das RKI, eines der ältesten Institute seiner Art weltweit, hat rund 880 Mitarbeiter und neben dem historischen Standort in Berlin auch einen Arbeitsbereich in Wernigerode.
    Quelle: Pressemitteilung RKI

    Kommentar: Der Herbst und der Winter werden in Europa entscheidend für den Verlauf der Schweinegrippe sein. Die Grippewelle wird dann wieder voll zuschlagen, wie dies jetzt schon auf der Südhalbkugel der Erde (hier ist es Winter) geschieht.

    IfSGGesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
    Das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen regelt meldepflichtige Krankheiten bis hin zum Berufsverbot bei einer Infektion. Als Hintergrundinfo sehr interessant zu lesen.
    Quelle: IfSG

    Schweinegrippe erstmalig resistenz gegen das Grippemittel Tamiflu
    Die Schweinegrippe wird mit dem Grippemittel Tamiflu behandelt. Laut dem Pharmakonzern Roche gab es in Dänemark nun aber zum ersten Mal Resistenz gegen das Grippemittel Tamiflu. »Das ist der erste Fall, den wir bei H1N1 haben», sagte David Reddy, Leiter der Pandemie-Taskforce bei dem Basler Konzern am Montag in einer Telefonkonferenz.
    Quelle: tagesanzeiger.ch

    Kommentar: Leider bestätigen sich die Befürchtungen, dass das Virus Resistenzen entwickelt. Dies wird es umso schwerer machen, einen Impfstoff zu entwickeln. Die Frage stellt sich nun, wie stark die genetischen Unterschiede sind und wie schnell sich das Virus weiterverändert.

    [Post to Twitter] Tweet diesen Artikel 

    Topics: Allgemein | Kommentare deaktiviert

    Kommentare geschlossen.